Hebammenkongress Baden 2026 – Shiatsu für werdende Eltern und Babies
Was ist Shiatsu?
Mit sanftem Druck das Innerste berühren, das ist Shiatsu. Die Therapiemethode stammt aus Japan, bedeutet übersetzt „Fingerdruck“ und ist in der traditionellen fernöstlichen Philosophie und Gesundheitslehre verankert.
Shiatsu gehört zum Berufsfeld der KomplementärTherapie. Die Behandlung unterstützt Körper, Seele und Geist bei Beschwerden und Veränderungsprozessen. Der ganzheitliche Ansatz fördert die Selbstwahrnehmung, stärkt die Selbstregulierung und unterstützt die Genesung.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Im Shiatsu arbeiten Therapeut*innen mit Berührung am Körper. Sie nehmen den energetischen Zustand der Meridiane und der dazugehörenden Organe der Klient*innen wahr, erspüren Blockaden oder energiearme Zonen und nutzen verschiedene Techniken wie Hand- und Fingerdruck, Dehnungen und Rotationen der Gelenke, um den Energiefluss in den Meridianen und im ganzen Körper auszugleichen. Die Behandlung findet in einer ruhigen Atmosphäre auf einem Futon oder einer Liege im bekleideten Zustand statt.
Was bewirkt Shiatsu?
Klient*innen nehmen die Berührung auf verschiedenen Ebenen wahr, sie spüren, wie ihr Körper auf die Behandlung reagiert und wie sie dabei zur Ruhe kommen. Fragen zum aktuellen Körperempfinden während der Behandlung unterstützen die behandelte Person darin, die Geschehnisse im Körper und damit Muster, Bedürfnisse und Gefühle zu erspüren und sich selbst bewusster wahrzunehmen. Denn: Selbstwahrnehmung ist ein wesentlicher Aspekt für die Genesung. Sie erlaubt den Klient*innen, in Kontakt mit Gefühls-, Denk-, Haltungs- oder Handlungsmuster zu kommen.
Die Kraft der Berührung
Shiatsu ist im wahrsten Sinne des Wortes eine berührende Behandlungsmethode, welche den ursprünglichsten unserer Sinne, den Tastsinn anspricht. Ab der 6. Schwangerschaftswoche nimmt der Embryo den Druck des Wassers, den Puls und die Bewegung des mütterlichen Körpers in der Gebärmutter wahr. Diese tief verborgene Erinnerung unseres ungeborenen Selbst verlässt uns niemals vollständig. Berührung ist eine Art Nahrung, die uns im Leben fehlt, wenn sie nicht geschieht.
Shiatsu mit seiner sanften Druckbehandlung erinnert unbewusst an den vorgeburtlichen Zustand, in welchem sich der Fötus als ganz und rund wahrnimmt. Der einfühlsame und tiefe Druck ermöglicht, aus diesem Urzustand Kraft zu schöpfen und sich erneut als Einheit zu empfinden.
Da ein Teil der Wirkung von Shiatsu auf der Qualität der Berührung basiert, können sich Eltern auch selber in Kursen oder von erfahrenen Therapeut*innen einfache Shiatsu-Techniken für die Behandlung ihres Kindes erklären lassen. Dadurch kann der Kontakt vertieft und die Bindung von Mutter, Vater und Kind gestärkt werden.
Beispiele aus der Praxis
Nachfolgend möchten wir an Beispielen aus der Praxis aufzeigen, wie Shiatsu bei Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und wenn das Baby auf der Welt ist helfen kann. Wie alle komplementärtherapeutischen Behandlungen basiert Shiatsu auf einem ganzheitlichen Genesungsansatz. Shiatsu ist dadurch eine wunderbare Ergänzung zur Schulmedizin.
Kinderwunsch
Dass der Wunsch nach einem eigenen Kind nicht immer und ganz häufig nicht sofort erfüllt wird, erfahren viele Paare erst, wenn es sie selbst betrifft. Jedes sechste Paar in der Schweiz hat Schwierigkeiten, sich seinen Kinderwunsch zu erfüllen.
In den meisten Fällen handelt es sich nicht um eine vollständige Unfruchtbarkeit, sondern um eine Fruchtbarkeitsstörung. Unabhängig davon, ob sich ein Paar für eine medizinische Kinderwunsch-Therapie entscheidet oder nicht, kann Shiatsu mit seinem ganzheitlichen Ansatz einen wichtigen Beitrag leisten, dies zeigen wir am Beispiel von drei Frauen: Shiatsu und Kinderwunsch
In unserem Blogartikel führen wir ein Interview mit Charlotte Huggel, die Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch mit Shiatsu begleitet.
Schwangerschaft
Shiatsu kann viele unerwünschte Begleiterscheinungen während der Schwangerschaft lindern und fördert die Intensivierung der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Wie Shiatsu Anna und ihrem Kind während der Schwangerschaft und bei der Geburt geholfen hat, liest du hier: Shiatsu und Schwangerschaft.
Babys
Babys können nach der Geburt Symptome einer Anpassungsstörung entwickeln. Starke Unruhe, langes Schreien, Schlafstörungen und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme gehören dazu, was Eltern überfordert und erschöpft und die Eltern-Kind Beziehung strapaziert. Wie eine Familie und ihr Neugeborenes wieder in die Kraft kommt zeigen wir in diesem Fallbeispiel: Shiatsu und Babys
In unserem Blogartikel geben wir weitere Beispiele wie Shiatsu Eltern und Kind stärken und unterstützen kann – nach der Geburt und in der ersten Lebensphase.
Selbstfürsorge mit einfachen Übungen
Wann hast du das letzte Mal zu dir selbst geschaut? Wenn du zu lange nachdenken musst, dann ist es höchste Zeit für die Makko-Ho Übungen.
Diese Meridian-Dehnübungen sind ideal, um Spannungen zu lösen, den Energiefluss im Körper und in den Organen zu stimulieren und harmonisieren und dadurch Blockaden zu lösen. Sie fördern Entspannung, Gesundheit und Vitalität, kräftigen den Körper und verbessern die Blutzirkulation.
In einer Übungsabfolge werden alle zwölf Meridiane angesprochen. Ein Verständnis für die Meridiane ist dabei für die praktische Ausführung nicht notwendig.
Probier es aus und schreib uns, wie du dich danach gefühlt hast. Hier geht’s zum Video:
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